Tag 28: Trage Liebe und Güte in die Welt

Neben der Achtsamkeits-Meditation, die wir bereits kennengelernt haben, ist die sogenannte Metta-Meditation eine weitere zentrale Meditationsform des Buddhismus. Die Liebende-Güte-Meditation ist eine der 40 von Buddha gelehrten Meditationsobjekte. 

In der Metta-Meditation geht es darum, ein Gefühl von Liebe und Zugehörigkeit zu allen Wesen zu entwickeln. Dabei ist nicht die partnerschaftliche Liebe gemeint, sondern eher die sorgende, allumfassende Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.

In diversen Studien wurde nachgewiesen, dass eine regelmäßige Metta-Praxis zu einem gesteigerten Gefühl sozialer Verbundenheit und einer positiveren Einstellung anderen Menschen gegenüber führt.

Um die Metta-Meditation zu üben, begib dich an deinen Meditationsort und komme zur Ruhe. Wähle dann einige liebende Wünsche voller Güte, die du zunächst an dich selbst richtest. Das kann zum Beispiel sein: „Möge ich sicher sein. Möge ich glücklich sein. Möge ich in Frieden sein. Möge ich mich selbst annehmen, wie ich bin.“.

Im nächsten Schritt richtest du diese Wünsche gedanklich an eine Person, die dir nahesteht und der du liebevoll verbunden bist. „Mögest du sicher sein. Mögest du glücklich sein. Mögest du in Frieden sein. Mögest du dich selbst annehmen, wie du bist.“ Stelle dir die Person dabei so genau wie möglich vor.

Im Anschluss formulierst du die gleichen Wünsche mit Personen vor Auge, die dir im ersten Schritt egal sind und im zweiten Schritt, denen gegenüber du einen Groll hegst. So entwickelst du nach und nach ein liebevolles Mitgefühl für die Wesen dieser Welt, unabhängig von eurer bisherigen gemeinsamen Geschichte.

 

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht