Tag 25: Übe dich in aktiver Meditation

Zu Beginn unserer 30 Tage Meditations-Challenge haben wir erklärt, dass du lernen kannst, überall zu meditieren, unabhängig von der Hektik der Umgebung. Je mehr du lernst, dich auf dich und deinen Geist zu besinnen, desto leichter wird es dir fallen, das Außenrum auszublenden und genauso vorbeiziehen zu lassen, wie deine Gedanken und Gefühle während der Meditation. 

Darüber hinaus kannst du aber auch mit aktiven Meditationsübungen üben, dich auch bei alltäglichen Verrichtungen in einen meditativen und achtsamen Zustand zu versetzen. Besonders im Zen-Buddhismus sind achtsame Tätigkeiten, bei denen eine meditative Haltung geübt wird, verbreitet. Einige davon kennst du sicher schon, wie etwa Ikebana, die Kunst des Blumenarrangements oder auch Sadō, die bekannte asiatische Teezeremonie.

Allen Übungen gemein ist die sorgsame und achtsame Verrichtung eigentlich alltäglicher Tätigkeiten. Indem wir einen simplen Vorgang in den Rang einer Zeremonie erheben und ihm die damit zukommende Beachtung schenken, können wir unseren Geist ganz auf die Sache konzentrieren.

Auch du kannst in den nächsten Tagen einmal üben, besonders Tätigkeiten, die du sonst schnell und nebenher ausführst, mit besonderer Achtsamkeit auszuführen. Das kann zum Beispiel das Zähneputzen sein. Bereite dich sorgsam darauf vor, indem du Zahnbürste und Zahnpaste bereitlegst, den Utensilien mit Achtung begegnest und jeden Moment der Tätigkeit bewusst wahrnimmst. Spüre dem Erlebnis nach, indem du etwa mit der Zunge über die Zähne fährst und wahrnimmst, wie glatt und sauber sie sich anfühlen. Versuche, dich ganz und gar auf den Vorgang zu konzentrieren und nichts anderes nebenbei zu tun.

Du wirst merken, dass du dir so mit bisher vielleicht eher lästigen Aufgaben nun kleine Ruheoasen im Alltag schaffen kannst.

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