Tag 11: Hinterfrage deine Gewohnheiten

In den letzten Tagen haben wir häufig über Gewohnheiten gesprochen und welch große Rolle sie dabei einnehmen, selbstgesteckte Ziele zu erreichen. Genauso wichtig ist es aber auch, bestehende Gewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern.

Ich hatte heute Nachmittag mal wieder einen Aha-Moment: Mit zwei kleinen Kindern und Vollzeit-Job ist der Tagesablauf klar vorgegeben. Mit etwas Glück vor den Kindern aufstehen und eine halbe Stunde für die Morgenroutine gewinnen, Kinder für den Kindergarten fertig machen, ins Büro fahren, Kinder abholen, die Zeit bis zum Abendessen gemeinsam verbringen, Kinder ins Bett bringen und frühestens dann etwas Zeit für den Partner oder mich selbst haben. Und dann stand ich plötzlich heute gegen halb fünf da und merkte – heute ist etwas anders. Der Große saß mit dem Papa auf der Couch, die Kleine hörte ein Hörspiel, es war noch zu früh, das Abendessen vorzubereiten. Da war auf einmal freie Zeit. Die ich sicherlich auch für ganz viele Dinge nutzen hätte können, aber ich habe mich auf mein Meditationskissen gesetzt und zehn Minuten nur still gesessen. Und keiner brauchte mich. Keiner schrie nach mir. Keiner vermisste mich in diesem Moment.

Manchmal braucht es einen solchen Moment, um zu realisieren, dass die Dinge nicht immer gleich ablaufen. Dass es sinnvoll und notwendig ist, die eigene Routine immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Tue ich das, was ich tue nur, weil ich es so gewohnt bin? Oder hat es seine Berechtigung im Jetzt?

Lass dich nicht blind von deinen Gewohnheiten treiben sondern schau hin. Und vielleicht gewinnst du einen kleinen wertvollen Moment für dich. Du bist es wert.

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