Tag 4: Verbindet euch im Licht

Die Meditation und meditative Versenkung wird häufig intuitiv mit fernöstlichen Religionen, wie Hinduismus, Buddhismus und Daoismus in Verbindung gebracht. Wusstest du aber, dass die Meditation auch im christlichen Glauben eine wichtige Rolle einnimmt? Während in der fernöstlichen Tradition das oberste Ziel der Meditation die Erleuchtung, bzw. das Erreichen des Nirwanas ist, setzt sich die Meditation in der christlichen Religion das Erfahren des Göttlichen zum Ziel.

Bereits aus dem mittelalterlichen Christentum sind geistliche Übungen zur Sammlung des Geistes überliefert. Zu diesen zählt neben der „lectio“ (der aufmerksamen Lesung) und der „contemplatio“ (der gegenständlichen Betrachtung auch die „meditatio“ (die gegenstandsfreie Anschauung). Wie in den asiatischen Religionen dient die Meditation auch hier dazu, den Verstand und das Denken zur Ruhe kommen zu lassen, um weitere Erfahrungen spiritueller Natur zu ermöglichen.

So sehr sich die einzelnen Meditationstechniken nach ihrer Herkunft oder der jeweiligen Schule unterscheiden, so interessant ist es doch, dass sie sich im Kern sehr ähnlich sind. Ihr Ziel ist es, einen Bewusstseinszustand zu erreichen, der über die Wahrnehmung des alltäglichen Erlebens hinausgeht.

In deiner heutigen Meditation kannst du die Einheit aller Menschen in den Fokus nehmen. Visualisiere ein Licht, das von dir ausgeht und sich langsam vereint mit Millionen und Milliarden anderer Lichter auf dieser Welt. Sieh, wie euer gemeinsames Leuchten weit über euren eigenen Horizont herausstrahlt und euch alle verbindet.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht