Tag 2: Atme ein, atme aus

Wenn du dir mit dem zur Ruhe kommen in der Meditation noch schwer tust, kann es helfen, deinen Geist auf etwas zu fokussieren. Das einfachste Hilfsmittel, das dabei immer verfügbar ist, ist dein eigener Atem.

Versuche in den heutigen fünf Minuten deiner Meditationspraxis folgendes Vorgehen:
Begib dich an deinen Meditationsort, setze dich bequem aber aufrecht hin und nimm erst einmal wahr. Was hörst du? Was befindet sich in deinem Sichtfeld? Gehe mit deiner Wahrnehmung immer weiter nach innen. Wie fühlt es sich gerade an, hier zu sitzen? Wie fühlst du dich? Dann lass das Außen langsam los. Lenke deine Konzentration auf deinen Atem. Fühle, wie dein Bauch sich hebt und senkt mit jedem Atemzug. Wenn du magst, schließe dabei die Augen, um ganz bei dir zu sein.

Wenn du merkst, dass deine Aufmerksamkeit abschweift und du beginnst, anderen Gedanken nachzugehen, schiebe sie liebevoll beiseite und besinne dich wieder auf deine Atmung.Es geht nicht darum, die Aufmerksamkeit krampfhaft bei der Atmung zu belassen, sondern den Kopf möglichst frei zu machen und dem Geist einen zentralen Punkt zu geben, einen Anker, an den er immer wieder zurückkehren kann, wenn er versucht, laut zu werden, sich ablenken zu lassen.

Nach fünf Minuten (stelle dir am Besten einen Wecker, damit du die Zeit nicht im Blick behalten musst) komm langsam zurück aus deiner Versenkung. Öffne die Augen und nimm noch ein paar Atemzüge, bei denen du das Außen wieder mehr wahrnimmst. Schließe deine Meditation damit ab, dass du dich bei dir selbst für die Zeit bedankst.

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