Werden und Vergehen

Die Rauhnächte sind abgeschlossen und das Jahr beginnt von Neuem. Wir wollen euch mitnehmen auf einer Reise durch den keltischen Jahreskreis, der viele Rituale bestimmt, die wir heute noch – oder wieder – feiern.

Die Feste des Jahreskreises haben ihren Ursprung häufig in alten irischen Volksfesten oder volkstümlichen Bräuchen. Die Einordnung der Feste in den Jahreskreis ist allerdings neueren Ursprungs. Sie lässt sich zurückführen auf die neukeltischen und neopaganistischen Bewegungen des 19. Jahrhunderts. Ziele dieser Bewegung und ihrer unterschiedlichen Strömungen sind etwa, alte keltische Rituale wieder zu beleben, die Natur und die göttlichen Kräfte in der Natur zu ehren und vor allem auch das weibliche Prinzip und das heilig Weibliche zu betonen.

Eine der bekannteren Ausprägungen der neukeltischen Bewegung ist die Wicca-Religion, die sich als Mystenreligion versteht, die eine naturverbundene Spiritualität leben möchte. Viele der neuzeitlichen Hexenbewegungen sind auf die Wicca-Religion zurückzuführen.

Im Jahreskreis oder sogenannten Rad des Jahres werden acht Hauptfeste auf den Speichen des Rades angeordnet. Diese Feste werden unterteilt in die sogenannten Mond- und Sonnenfeste. Bei den Kelten der Antike galt der Vollmond als besonders heilige Zeit, weswegen die Feste, die nicht nach dem Sonnenstand gefeiert wurden, als Mondfeste bezeichnet werden. Heute werden besonders die Mondfeste Imbolc, Beltaine, Lughnasadh und Samhain gefeiert. Als Sonnenfeste werden die Sonnenwenden sowie die Tag- und Nachtgleichen im Herbst und Frühjahr begangen.

Lasst uns gemeinsam durch das Jahr reisen und alte und neue Rituale entdecken.

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